IT Freelancer: 11 Tipps wie Du erfolgreich startest und +100.000€ verdienst

In diesem Post verrate ich Dir 11 Tipps, wie Du Dich als IT-Freelancer selbständig machst und bereits im ersten Jahr mehr als 100 k verdienen kannst. 

Wir haben mittlerweile über 300 Selbstständige aus der Kreativ-, Digital- und IT-Branche beraten und Ihnen dabei geholfen, in der Selbstständigkeit erfolgreich zu sein. Vielen haben wir außerdem dabei geholfen, von der Festanstellung einen sicheren Übergang in die Selbstständigkeit zu meistern und damit in den ersten Monaten schon 10, 15 oder sogar 20.000 € Monatsumsatz zu generieren.

In diesem Blog Post teile ich meine 11 Key Take-Aways zum Thema Selbstständigkeit als IT-Freelancer, die in der Beratung immer wieder erwähnt werden.

11 Key Take-Aways zum Start als IT-Freelancer

1. Kenne Dich und Dein Habitat – was bist Du für ein Mensch?

Erkenne, wer Du bist. Bist Du jemand, der mit Risiko umgehen kann, jemand der risikotolerant ist oder bist Du jemand, der eher sicherheitsbedürftig ist? Jeder hat ein Stück weit Angst vor der Ungewissheit.  Wenn Du aber total panisch bist und Schweißausbrüche bekommst, wenn Du daran denkst, Dich selbstständig zu machen, solltest Du Dir zweimal überlegen, ob es das Richtige für Dich ist.

Du musst für Dich erkennen können, ob der Schmerz in deiner Festanstellung und des Weisungsgebunden-Seins größer ist als der der Ungewissheit oder ob der Schmerz der Ungewissheit größer ist. Davon abhängig kannst Du entscheiden, welchen Weg Du für Dich wählst.

2. Erstelle Dir einen Plan und definiere Deine Ziele genau

Halte Deine Ziele schriftlich fest und visualisiere sie. Deine Ziele sollten feste, messbare Dinge sein, damit Du auch genau sehen kannst, ob Du Deinem Ziel näher kommst. 

Du solltest Deine Ziele definiert haben, bevor Du in die Selbstständigkeit startest. Wenn Du Dir keinen Plan machst, wirst Du häufig ein Teil vom Plan anderer. Erstelle Dir einen Plan, in dem Du festhältst, wo Du in 2-3 Jahren sein möchtest und unterteile ihn in kleinere Ziele. Wo möchtest Du in einem Jahr sein und wo in 6 Monaten? Das Aufteilen eines großen Zieles in mehrere kleine hilft Dir dabei, motiviert zu bleiben, da Du kleine Erfolge sehen kannst und nicht das Gefühl hast, auf der Stelle stehen zu bleiben.

Ein Ziel könnte zum Beispiel sein, dass Du in Deinem ersten Jahr als Freelancer so viel wie in Deiner Festanstellung verdienen möchtest und dabei ortsunabhängig arbeiten kannst.

3. Gehe immer die Extra-Meile

Als Festangestellter reicht es häufig, gut genug zu sein. Als Freelancer solltest Du immer die Extra-Meile gehen und Deinen Kunden sagen, was Du noch alles machen kannst. Das hebt Dich von anderen ab und wird Dir dabei helfen, mehr Neugeschäft zu generieren. Ein aktives Interesse von Dir, gute Arbeit zu leisten und gut abzuliefern ist notwendig, um aktuelle Kunden zu halten und um neue Kunden gewinnen zu können.

4. Marketing und Sales sind ein Must-Have

Der wesentliche Unterschied zwischen Freelancern, die sechsstellige Umsätze machen und denen, die fünfstellige Umsätze im Jahr machen ist, dass die einen Marketing als Must-Have sehen und die anderen nur als Nice-to-have.

Mache Marketing und Sales zu einer Gewohnheit. Eigne Dir Wissen zu den Themen an und kümmere Dich darum, dass das bei Dir funktioniert. Du solltest an das Thema nicht mit der Einstellung “Oh ich habe heute mal Zeit und kümmere mich ein bisschen um Marketing und Sales.” rangehen.  Führe stattdessen eine feste Routine ein. Das sollte so fest in Deinem Tages- / Wochenablauf verankert sein, wie das Schreiben von Rechnungen und das Durchführen von Kundenterminen.

5. Be Comfortable with being uncomfortable

Freunde Dich damit an, dass Du, wenn andere im Urlaub sind, immer mit dem Kopf bei deiner Selbstständigkeit sein wirst. Du solltest nicht dagegen ankämpfen, versuche stattdessen, Dich damit anzufreunden und die Unbequemlichkeit willkommen zu heißen. Der Kern Deiner Selbstständigkeit ist, dass Du immer ein gewisses Level an Unbeständigkeit haben wirst. 

Dein erstes Mitarbeitergespräch, das erste Kundenmeeting,  in dem dir 3 Leute gegenüber sitzen oder das erste Mal einen Kunden vor Ort treffen. All diese Situationen werden neue, aufregende und beim ersten Mal unbequeme Dinge für Dich sein. Freunde Dich deshalb mit der Unbequemlichkeit an, damit Du den Spaß an der Selbstständigkeit nicht verlierst. 

6. Confidence comes from competence

Es ist vollkommen normal, am Anfang seine Fähigkeiten zu hinterfragen. Egal, ob Du IT-Freelancer bist oder aus einer anderen Branche kommst. Das wird weniger, je besser Du an Deinen Fähigkeiten arbeitest und je länger Du selbstständig bist.

Selbstbewusstsein in der Selbstständigkeit stammt von deiner Kompetenz. 

Weil ich so selbstbewusst bin, habe ich selber inzwischen keinerlei Angst mehr, auch wenn mein Unternehmen den Bach runtergehen würde. Das Selbstbewusstsein das ich jetzt habe, kommt nicht aus meinem Ego sondern aus meiner Kompetenz heraus. Mit jedem neuen Kundenprojekt, jedem weiteren Deal, den Du abschließt wirst Du selbstbewusster.

Wenn Du Dir jetzt am Anfang sagst „puh, das ist mir alles zu unsicher“ – Stick to it. Mit der Zeit wird es besser und einfacher.

7. Säge nie den Ast ab, auf dem Du sitzt

Plane einen sicheren Übergang von der Festanstellung in die Selbstständigkeit. Setze Dir dafür feste Ziele. So kannst Du sagen „Okay wenn ich X in meiner Selbstständigkeit verdient habe, gehe ich auf eine 80% Stelle, wenn ich X verdient habe auf 60%.“ So kannst Du langsam in die Selbstständigkeit wechseln.

Plane auch, Geld zurückzulegen. Lege eine Summe für Dich fest, die Du während Deiner Festanstellung anfängst zu sparen. Diese Summe sollte mindestens 3 Monate die laufenden Kosten bezahlen können. Gehe nicht in die Selbstständigkeit, ohne Rücklagen zu haben – baue Deinen Fallschirm nicht während Du fällst.

Sich Selbstständig zu machen ist keine Start-up Romantik, es wird ziemlich unromantisch, wenn Du keine Rechnungen mehr bezahlen kannst und aus Angst oder Unsicherheit heraus handelst.

Jetzt kommen wir zu ein paar praktischen Tipps, die nicht viel mit Deinem Mindset zu tun haben, sondern praktische Dinge, die Du beachten solltest, bevor Du Dich selbstständig machst. 

8. Kümmere Dich um Deine Krankenversicherung

Während Deiner Festanstellung bist Du wahrscheinlich gesetzlich krankenversichert. Dein Arbeitgeber zahlt hier als Arbeitgeberanteil die Hälfte der Versicherung für Dich. Sobald Du selbstständig bist, hast Du allerdings keinen Arbeitgeber mehr, der die Kosten für Dich übernimmt. Das bedeutet für Dich, dass Du von jetzt an feste Beiträge zahlen musst, die anhand Deines Jahresbruttoeinkommens gemessen werden. Als Selbständiger in einer gesetzlichen Versicherung können das so ca. 700-770 € pro Monat sein.

Informiere Dich also nach privaten Krankenversicherungen – je jünger und gesünder Du bist, desto günstiger wird die Versicherung für Dich.

Ich bin damals in eine private Krankenversicherung für 230 oder 240 € gekommen. Das war super gut, hat mir geholfen jetzt zahle ich um die 260 € und habe eine bessere Behandlung, muss nicht so lange im Wartezimmer warten und zahle ein Drittel von dem, was ich in einer gesetzlichen Versicherung zahlen würde.

Du kommst aus einer privaten Krankenkasse vor deinem 50. Lebensjahr auch wieder raus, indem Du Dich kurz festanstellen lässt. Nach deinem 50. Lebensjahr geht das glaube ich nicht mehr. Wenn Du also wieder in eine gesetzliche Krankenversicherung wechseln möchtest, lasse Dich von einem Deiner Auftraggeber für eine kurze Zeit anstellen, Du findest bestimmt einen, der bereit dazu ist, Dir zu helfen. Das ist my take on it. Mein Laien take on it!!

9. Führe 2 Konten

Trenne Deine privaten Ausgaben von Deinem Business. Lege Dir ein extra Konto für Deine Ausgaben und Einnahmen als Selbstständiger an. Die ganzen Einzahlungen von Kunden und Deine Firmenausgaben sollten streng von Deinem privatem Konto getrennt werden. Zahle Dir von deinem Business Konto monatlich ein Gehalt an Dein privates Konto – Das Gehalt sollte jeden Monat dasselbe sein und erst dann mehr werden, wenn Deine Einnahmen regelmäßig höher geworden sind.

10. Lebe unter deinen Verhältnissen

Ich habe jahrelang unter meinen Verhältnissen gelebt. Während ich schon 3, 4, 5.000,00 € netto verdient habe, habe ich weiterhin in meiner 500 € Mietwohnung gewohnt. Ich habe so gelebt, als würde ich noch meine 1.500 € netto verdienen.

So kannst Du Dir zwischendurch etwas gönnen, damit Du die Früchte deiner Ernte auch trägst, aber lebe weiter unter Deinen Verhältnissen und spare Dir Deine Monatsgehälter an. Dein erstes Ziel als Selbstständiger sollte es sein, 3 Monatsgehälter zu sparen. Dein zweites Ziel, 6 Monatsgehälter und Dein drittes Ziel 12 Monatsgehälter. 

Warum? 

Es entspannt Dich, da sind wir wieder bei being comfortable with being uncomfortable. Es macht Dich stressfreier, so bist Du entspannter, wenn mal eine Flaute da ist, wenn ein Kunden mal Nein sagt, oder wenn Dir ein Kunde mal mitten im Projekt abspringt. 

Das sollte Dein Ziel als Selbstständiger sein und nicht das Geld zu verprassen und in Saus und Braus zu leben. 

Ich habe Autos geliebt, bin aber jahrelang in einem Golf rumgefahren, hatte lange Zeit sogar gar kein Auto. Ich habe von einer Wohnung mit Dachterrasse geträumt und habe lange in kleinen Wohnungen gewohnt, obwohl ich mir größere hätte leisten können und dann erst, weil ich mir meine Ziele visualisiert habe, hatte ich irgendwann eine Wohnung mit Dachterasse, habe mir Autos gekauft und so viel mehr. Das heißt, das kommt alles, aber damit das kommt, musst Du das alles langsam angehen, denn wenn es zu schnell geht, fliegt Dir das um die Ohren. Wenn Du aber konstant aufbaust, merkst Du, dass es alles gar nicht so lange dauert wie gedacht. Ich war mit meiner Selbständigkeit vor 4 oder 5 Jahren an einem komplett anderen Punkt. 

Jetzt lebe ich in einer tollen Wohnung und mir geht es gut. Es geht schneller als Du denkst, wenn Du es nicht blöd anstellst. Versuche, unter Deinen Verhältnissen zu leben.  

11. Keep Learning

Gehe in den konstanten Modus des Lernens und Wissen-Aneignens. Das heißt, labele Dich nicht damit, dass Du sagst „Ich kann halt nicht so gut mit Finanzen. 

Steuern? Oh Gott, das Finanzamt ist schlecht“. 

Das ist ein Label, das Du Dir aufsetzt und jedes mal, wenn Du dieses Label heraufholst und durchlebst, ist das Scheitern vorprogrammiert. 

Das Beispiel bei mir: 

Ich wusste nicht, was das Finanzamt ist oder was Steuern sind. Trotzdem habe ich mich in dem ersten Jahr meiner Selbstständigkeit reingekniet und habe meine Steuererklärung selber gemacht.

Ich habe damals beim Finanzamt angerufen und hab gedacht „Okay Maruan, akzeptiere das nicht. Denke, das Finanzamt ist nett, die wollen dir helfen, denn wenn es dir gut geht, zahlst du mehr Steuern und wenn du mehr Steuern zahlst haben die mehr Geld.“ 

Was habe ich gemacht? Ich habe einfach zum Hörer gegriffen und die waren super nett.

Beachte auch: So wie Du Leuten gegenüber auftrittst wird Dir das am Ende auch entgegengebracht.

Daher labele Dich nicht und freunde Dich damit an, dass Dein konstantes Operating System als Selbstständiger das Dazulernen ist. Auch die Techniken, wie Du lernst werden sich ständig ändern, da sich heutzutage alles immer schneller entwickelt. 

Ruh Dich nicht auf Deinem alten Wissen aus. Du musst konstant dazu lernen und Dich konstant weiterentwickeln.  

Das waren meine 11 Key-Take-Aways zum Thema Selbstständigkeit als IT-Freelancer. 

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https://finally-freelancing.de/warum-selbststaendige-die-ein-digitales-produkt-planen-es-nicht-tun-sollten/

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Über den Autor

90% der Designer, Developer und Marketing Dienstleister werden für ihre Zeit bezahlt und nicht ihr Können. Die meisten Unternehmer:innen gehen im operativen Tagesgeschäft unter – und erreichen bei der Skalierung früh eine gläserne Decke.

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