Die versteckte Gefahr, wenn Du Webdesign Freelancer werden willst

In diesem Post verrate ich Dir die 5 Regeln, die Du berücksichtigen musst, wenn Du Webdesign Freelancer werden möchtest. 

Wir haben mittlerweile über 300 Selbstständige aus der Kreativ-, Digital- und IT-Branche beraten und Ihnen dabei geholfen, in der Selbstständigkeit erfolgreich zu sein. Vielen haben wir außerdem dabei geholfen, von der Festanstellung einen sicheren Übergang in die Selbstständigkeit zu meistern und damit in den ersten Monaten schon 10.000 €, 15.000 € oder sogar 20.000 € Monatsumsatz zu generieren.

In diesem Blog Post verrate ich Dir 5 Regeln, die Du Berücksichtigen musst, um zu vermeiden, dass Du als Webdesign Freelancer jahrelang arm, frustriert und unzufrieden bist. 

1. Biete nie nur eine Sache an

Erfolgreiche Webdesign Freelancer bieten nie nur Webdesign an. 

Warum? 

Wenn Du nur eine Sache anbietest, dann machst Du Dich vergleichbar. Je weniger Du anbietest, desto vergleichbarer machst Du dich. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied und hat nichts mit Deiner Nische zu tun. Es geht darum, dass Du ergänzende Dinge zu Deiner Hauptdienstleistung dazu packst. 

Genug Buzzword Bingo. Was heißt das in der Praxis? 

Mal angenommen, Du hast ein bisschen SEO-Erfahrung: Wieviel Aufwand würde es benötigen, damit Du Deine SEO-Erfahrung so aufgearbeitet hast, dass Du sagst „Ich mach SEO Optimierte Webdesigns. Das heißt lieber Kunde, wenn du anfängst Blogbeiträge zu schreiben, werden die gerankt, weil ich auf Onpage SEO achten kann.“?

Wenn Du gut im Branding oder in der Markenentwicklung bist, kannst Du sagen: „Ich mache mit Dir gerne einen kleinen Marken-Workshop. Da können wir schauen, was Deine Marke ist und ich helfe Dir dann, dass in Dein Webdesign zu gießen.“

Dein Core Offer ist und bleibt das Webdesign, aber Du hast ergänzende Dinge, die wichtig sind. Diese Dinge sind nicht Dir, sondern Deinem Kunden wichtig. Achte darauf, dass Du Dich in seiner Sprache ausdrückst, damit Du Dich mit diesem Attribut schwieriger vergleichbar machst. 

Ich nehme gerne dieses Beispiel: Du hast unterschiedliche Zutaten. Häufig ist das nicht nur Webdesign, in der Regel ist das eine Kombination aus Webdesign und Webentwicklung. 

Das ist kein Must-Have, aber das ist auf jeden Fall schon mal ein großer Vorteil. Du machst nicht nur die Designs, sondern auch die Umsetzung, wenn dann Dinge kommen wie: Conversion Optimierung, Texte schreiben, Fotos machen oder „Ich hab Ahnung von SEO“ oder „aus diesem Konzept das ich sowieso für Dich entwerfe, machen wir nochmal Content für die nächsten 4 – 8 Wochen für Deine Social Media Kanäle, die einheitlich zum Visual und der Tonalität deiner Website sind“. 

2. Finde die passende Zielgruppe für Dein Gericht

Ich habe Dir gerade erzählt, wie Du ein gutes Gericht kochen kannst. 

Jetzt gilt es, dieses Gericht der erfolgversprechendsten Zielgruppe anzubieten. Ganz viele machen Websites für alles und jedermann und wundern sich dann, dass die Kunden sagen „Der zahlt mir das nicht“. Ein Einzelunternehmer oder jemand, der sich gerade selbstständig macht, der gibt keine 7.000 € für eine Website aus. 

Stell Dir ein Unternehmen vor, das monatlich 15 Abschlüsse über seine Website macht, weil es Traffic drauf schaltet und Du sagst “Hey, ich mache euer Webdesign, das wird schneller, es ist cool aufgebaut, der ganze Funnel läuft und ich mach noch eine Conversion Optimierung drauf.” 

Wieviel ist eigentlich ein Abschluss Wert? Bei 2.000 € sind das dann also 30.000 € im Monat. Wenn wir das auf 20 Abschlüsse bringen würden, auf wieviel kommen wir dann? 

Das werden 40.000 € und plötzlich haben die Kunden einen ganz anderen Mehrwert aus deiner Dienstleistung. Obwohl der Task oder die Aufgaben eigentlich die gleichen sind. 

Der eine sagt, „Das ist ziemlich viel Geld“ und der andere sagt „Ja, 7.000 € ist ein No-Brainer“. 

Jemandem, der keine Kopfschmerzen hat, dem kannst Du umsonst Kopfschmerztabletten geben, der wird sie trotzdem nicht nehmen. 

Jemand, der starke Kopfschmerzen hat, der wird Dir viel Geld zahlen für Deine Kopfschmerztabletten. Besonders dann, wenn Deine Kopfschmerztabletten individuell auf ihn abgestimmt sind und es wenig alternative Angebote gibt. 

Da wären wir wieder beim Gericht, das ich vorher erklärt habe. 

Webdesign Freelancer werden? Hier ein kleiner Pro Tipp für Dich:

Wenn Du immer wieder mit derselben Zielgruppe arbeitest, hast Du viel bessere Möglichkeiten, Deine Prozesse und Systeme, Deine Abläufe zu prozessualisieren. Wenn Du zum Beispiel immer mit Kanzleien zusammenarbeitest, dann weißt Du, was für Dinge wichtig für sie sind. Du weißt, was für Farben sie nutzen, Du weißt welches Template am wichtigsten ist und Du weißt, dass die „Über uns“-Seite bestimmte Bilder der Mitarbeiter hat, die Du immer und immer wieder nutzen kannst. 

Du kannst dadurch Anleitungen erstellen und sagen „So pflegt ihr eure eigene Sachen ein“. Diese Anleitung erstellst Du einmal und verkaufst sie als Goodie jedem Neukunden zusätzlich dazu. Das führt zu einem hohen wahrgenommenen Mehrwert. Dieser wahrgenommene Mehrwert muss aber nicht immer damit einhergehen, dass Du mehr arbeitest.

3. Würze Dein Angebot mit zusätzlichen Attributen

Mache Dein Angebot mit weiteren Attributen schmackhaft. 

Deadline Versprechen

Gib Deinem Kunden ein Deadline Versprechen. Davor haben die meisten Kunden Angst, da die Deadline nicht immer eingehalten wird. 

Ein Deadline Versprechen kann zum Beispiel so aussehen: „Wenn ich meine Deadline nicht einhalte, gibt es X Prozent Nachlass.“ 

Geld-zurück-Garantie

Biete Deinen Kunden eine Geld-zurück-Garantie an. 

Die Geld-zurück-Garantie kann beispielsweise so aussehen: „Wenn der erste Entwurf Dir überhaupt nicht zusagt und Du Dich unwohl fühlst, kannst Du jederzeit die Hand heben und Du bekommst Dein ganzes Geld zurück.“ 

Fade-Out Phase

Führe eine Fade-Out Phase ein. Das bedeutet, wenn Du Deine Aufgaben schon übergeben hast, kann Dein Kunde noch 1 – 2 Wochen danach alle Änderungen mitbringen. Das wird von Dir nicht zusätzlich berechnet, sofern es sich um Dinge handelt, die Du gebaut hast und nicht um zusätzlich neue Dinge. 

Das ist ein anderer Winkel, der Deine Dienstleistungen hervorhebt. Die wenigsten Freelancer machen das. Ich hab mit über 300 Freelancern gearbeitet und jedes mal, wenn wir diese Dinge implementiert haben, haben sie ein Alleinstellungsmerkmal gehabt. Eine Rückmeldung, die wir dadurch oft bekommen haben war, dass sie dadurch Kunden oftmals ohne Nachverhandlungen abschließen konnten. 

Das heißt wirklich „Geh in den Schuhen des Kunden!“ (“Walk in the client´s shoes”) und stelle Dir vor, was Dein Angebot haben müsste, damit der Kunde denkt, “Ich wäre blöd, wenn ich da nicht Ja sage”.

Das heißt, denke auch an andere Dinge, an andere Attribute, die Du in Dein Angebot mit einbringen kannst, wodurch Du nicht so vergleichbar mit anderen bist.

4. Marketing und Sales sind ein Must-Have

Webdesign Freelancer werden heißt, dass Marketing und Sales keine Nice-to-Haves sondern absolute Must-Haves sind. 

Ich sehe es immer wieder, dass ganz viele Webdesigner sagen “Ich musste bis jetzt noch nie Marketing und Sales machen, das kommt alles über Empfehlungen”, als wäre das ein Orden, den sie sich selbst verleihen. Da ist nichts Nobles dran. 

Im Gegenteil. Ich denke, dass Marketing und Sales teilweise wichtiger sind, als die Termine, die Du mit deinen Kunden hast. 

Bei so vielen sind Marketing und Sales immer nur Nice-to-Haves. Das sind jedoch Must-Haves, unabhängig davon wie es läuft! 1 – 2 Stunden am Tag musst Du Marketing und Sales machen, musst Du Content raushauen, musst Du Inhalte entwickeln, musst Du an Deiner Außendarstellung arbeiten. Du sollst nicht die ganze Zeit an Deiner Website rumschrauben, sondern an Deiner Marketing Message. 

Was ist dem Kunden wichtig?  

An den Dingen, die ich Dir jetzt gerade erzählt habe, musst du arbeiten! 

Warum? 

Wenn Du Marketing und Sales machst, bist Du raus aus der Neediness. Idealerweise kommst Du an einen Punkt, bei dem Du mehr Anfragen hast, als Du abarbeiten kannst. Das ist die Ausgangssituation, in der wir anfangen können, Preise anzuheben, in der wir anfangen können, unsere Richtlinien mehr einzubringen. 

Warum? 

Wir haben alternative Optionen. Derjenige, der am besten in der Verhandlung ist, ist der, dem der Deal egal ist. Durch Marketing und Sales bringst Du Dich in eine Position, in der Dir der Deal egal wird. 

Das heißt nicht, dass Du jedem sagst „Mir doch egal, ob ich mit Dir arbeite“. Das heißt lediglich, dass Du nicht needy bist, dass Du selbstbewusst Bauchschmerz-Kunden sagen kannst „Mach ich nicht“. Du kennst doch diese Kunden, bei denen Du denkst „Das wird echt haarig, der will dies und jenes und folgende Einbindung und der klingt schon anstrengend. Ich mache es trotzdem, weil ich keine Alternativen habe. Die Alternative wäre, keine Kunden zu haben.“ 

An Marketing und Sales ist jeden Tag ein bisschen zu arbeiten, damit es Dir langfristig besser geht. Das ist, wie viele Dinge, eine Eigenschaft, die Du Dir aneignen musst, damit es Dir langfristig gut geht. 

Das ist wie die Eigenschaft, Dich gesund zu ernähren. Du siehst nicht direkt Ergebnisse, aber langfristig merkst Du, dass es Dir besser geht, dass Du Dich besser fühlst und einen gesünderen Körper hast. 

Sales und Marketing auf Deine Art und Weise

Du musst keine Sales-Rampensau werden. Du musst nicht so eine Labertasche wie ich sein. Mache es auf Deine eigene Art und Weise. Ich habe introvertierte Entwickler gehabt, die trotzdem gut im Verkaufen geworden sind, weil sie authentisch waren in ihrem Wesen. Du musst gucken, wer Du bist. 

Wie du funktionierst und Double Down on it. All-in gehen. Du kannst auch als introvertierter Mensch gut in Sales sein, wenn Du weißt, wie das funktioniert, was die Taktiken sind. 

Das heißt, Marketing und Sales bitte nicht vernachlässigen. Das sind Must-Haves. Ich habe es während meiner Selbstständigkeit als Web Designer und UX Designer gemerkt. 

Jedes mal wenn ich lange Projekte hatte und dachte „Mir geht es sehr gut, ich mach hier meine 10.000 € – 15.000 €“ und dann ging das Projekt zu Ende. Ich war wie ein Bär, der aus der Hölle kommt vom Winterschlaf und nichts zu fressen hatte. 

Als das geswitched ist und ich sogar vor meinen Kunden-Projekten Zuhause noch Blogbeiträge geschrieben habe, Sachen gemacht habe, war ich nicht needy. Denn bevor der Kunde abgelaufen ist, habe ich schon mit neuen Kunden gesprochen. Hatte schon neue Anfragen. Das gibt Dir Selbstbewusstsein und das erreichst Du durch Marketing und Sales.

5. Over Deliver

Over delivern muss an der Tagesordnung sein. 

Ich arbeite jetzt gerade mit einem Dienstleister zusammen, der unseren neuen Funnel gebaut hat. Der ist super gut, ich gehe immer wieder zu dem. 

Warum? Der Over delivered. 

Was heißt Over delivern? 

Ein erfolgreicher Webdesign Freelancer werden heißt, regelmäßig Over delivern. Das heißt, wenn mal etwas vorkommt und ich sage “Oh, es wird echt knapp mit der Deadline, wir müssen sie einhalten”, sagst Du als Freelancer: “Das bekomme ich hin.” 

Wichtig: Es gibt eine feine Linie zwischen Kunden, die alles wollen von Dir und keinen Respekt haben vor Deiner Zeit und zwischen Over delivern. 

Das heißt, Over delivern ist, dass Du gute Preise bekommen hast und sagst „Ich erlaube mir die extra Meile zu laufen. Ich kann mir erlauben, die extra Meile zu laufen.“ Over delivern ist wirklich, dass du sagst „Wenn ich der Kunde wäre, wie würde ich mich fühlen?“

Was wäre das Nice-to-Have? Was wäre die Kirsche auf der Torte? 

Sei Dir nicht zu schade, dem Kunden zu sagen, „Ich hab da nochmal was gemacht.“ Mit dem Kunden mitzudenken und zu sagen: “Hey, ich hab das jetzt zwar umgesetzt, aber glaubst Du nicht, dass wir wenn wir A,B und C so machen, das dann besser wäre?” 

Das ist so viel Wert und ich kenne beide Seiten. Ich kenne die Freelancer Seite und jetzt als Unternehmer kenne ich die Auftraggeberseite. Ich vergebe jetzt Aufträge und die Leute, zu denen ich immer und immer wieder komme, das sind die Leute, die immer Over delivern bei mir. 

Wenn Du smart bist und das erste Mal mit einem Kunden arbeitest und Over deliverst und sagst „Hm, habe ich vielleicht ein bisschen mehr gemacht als ich im Scope abgesteckt habe, aber das ebnet mir den Weg, dass wenn er wieder auf mich zukommt und ich meine Preise etwas anhebe, dass er sagt „da bekomme ich eh die Premium Beratung. Kein Problem.““ 

Ich habe Leute, bei denen ich den Preis einfach durchwinke ich verhandle nicht mal nach, weil ich weiß, dass es gute Leute sind, die Over Delivern werden und das solltest Du zur Tagesordnung machen. 

Hier geht es zu einem Interview mit einer Kundin, die es von 2.000 € im Monat auf 10.000 € im Monat geschafft hat:

Hier habe ich ein Interview mit einer Kundin verlinkt, die Webdesignerin ist und sich von 2.000€ im Monat auf verlässliche Back-to-Back 10.000€ Monate entwickelt hat!

Zum Kundeninterview: https://finally-freelancing.de/jasmin-interview-selbststaendigkeit/

P.S.: Die Tipps, die ich in diesem Video teile, lassen sich auch auf andere Branchen wie Branding, Social Media, Copywriting, Online Marketing, B2B Marketing etc. übertragen. 

Du möchtest wissen, wie sich die Tipps ganz genau auf dein Case übertragen lassen und du ein Webdesign Freelancer werden kannst?

Du möchtest ein erfolgreicher Webdesign Freelancer werden? Buche Dir hier ein unverbindliches Erstgespräch mit uns: https://visit.finally-freelancing.de/termin

Wir konnten bereits über 300 Selbständigen in der Kreativ Digital, und IT-Branche dabei unterstützen, erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten.

Über den Autor

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Einige Kundenstimmen

„Ich muss zugeben, dass ich am Anfang sehr skeptisch war. Meine Skepsis hat sich als falsch erwiesen. Im Gegenteil.“

Dennis Rosenwick, Onlineshop Experte, UX/UI, dennisrosenwick.de

„…außerdem bin ich für das Coaching bisher sehr dankbar. Es ist genau das was ich jetzt gebraucht habe…“

Samuel Lutzweiler, Motion Designer, duwee.de

„Kurz vorweg: Ich bin sehr happy mit meiner Entscheidung für euer Coaching.“

Sebastian Radtke, Creative Director, radtke-grafik.de

1,5 Wochen dabei und es lohnt sich bereits jeder Cent.

Paul Adolphs, Copywriter, paul-adolphs.de